Kooperation und Kameradschaft sind ausgeprägt

Der Standort Altenstadt, so Pietzsch, sei besonders gefestigt, Kooperation und Kameradschaft seien ausgeprägt. Das beginne mit dem politischen Bereich, der vor ein paar Jahren dafür gesorgt habe, „dass wir in der schönsten Kaserne Deutschlands Dienst machen dürfen“.

Mit allen Bürgermeistern aus Altenstadt und Umgebung habe er in den vergangenen drei Jahren eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet – eine Kooperation, Kameradschaft und Gemeinsamkeit, wie er sie sich habe vorher nicht vorstellen können. Drei volle Jahre Revue passieren zu lassen, sei an dieser Stelle zu aufwendig. Pietzsch bat, seinem Nachfolger mit Loyalität, Kameradschaft und Offenheit zu begegnen und vor allem auch zu zeigen. Dem Bataillon wünschte er für die Zukunft „Erfolg, Soldatenglück und Gottes Segen“.

Für die Übergabe des Bataillons war mit Oberst Michael Stuber der stellvertretende Kommandeur der Unteroffizierschule des Heeres zuständig. „Der Alte geht, ein Neuer kommt.“ Dies geschehe in der Regel alle drei Jahre. Roland Pietzsch habe als Kommandeur Leidenschaft in der Sache, Engagement, Eigenständigkeit und Sachlichkeit gezeigt. Er bedanke sich bei dem scheidenden Kommandeur für den geleisteten Dienst im Bataillon und für die Zusammenarbeit mit der Unteroffiziersschule des Heeres, dem Mutterhaus.

Pietzschs neue Dienststelle ist der deutsche Anteil beim Hauptquartier der United States Army in Europe. „Für Sie ist der neue Dienstposten eine herausragende Aufgabe, da Sie unmittelbar mit dem Chef des Stabes und amerikanischen Soldaten zusammenarbeiten dürfen und somit e inzigartige Einblicke erhalten“, sagte Oberst Stuber. Diese Möglichkeit sei nur wenigen vergönnt.

Artillerist mit Leib und Seele
Zu Pietzschs Nachfolger Robert Badstübner sagte der Oberst, er bekäme mit der Führung des Bataillons eine der schönsten Verwendungen, die bei diesen Streitkräften zu vergeben seien. Badstübner ist 39 Jahre alt und hatte bisher Verwendungen als Kompaniechef in einem Offiziersanwärter-Bataillon und zuletzt als stellvertretender Bataillonskommandeur, und er sei – so Stuber – Artillerist mit Leib und Seele. „Aus meiner Sicht sind diese Führungsverwendungen die besten Voraussetzungen, um die Fäden in ihrer neuen Tätigkeit schnell aufzunehmen.“

Das Gebirgsmusikkorps spielte schneidige Märsche sowie die Bayern- und Nationalhymne. Und extra für Roland Pietzsch dessen Lieblingsmarsch, den Bozner Bergsteigermarsch. Mit Salutschüssen wurde der scheidende Kommandeur verabschiedet. Im offenen Jeep durfte er noch einmal die angetretene Ehrenformation und die Front seiner angetretenen Soldaten abfahren. Walter Kindlmann