Orgelmatineen: Ein Blick in das Programm

Sul Bi Yi, Organistin in Andechs.
Stefanie Scheuchl aus Pfronten (links) und Muriel Groz aus Grenoble.
Michael Lachenmayr, Mindelheim.
Anna Scholz.


Die junge Musikerin Sul Bi Yi, die in Südkorea aufgewachsen ist und seit drei Jahren Kirchenmusikerin in Andechs ist, hatte heuer am Sonntag, 22. Juli, zum Auftakt der Orgelmatineen in der Basilika in Altenstadt einen klangvollen Auftakt gesetzt. Eine Besonderheit war, dass in der zweiten Matinee am Sonntag, 29. Juli, auch vierhändige Werke auf dem Programm standen. Die Interpreten waren Stefanie Scheuchl (Pfronten) und Muriel Groz (Grenoble); beide kennen sich vom Studium in Hamburg. 

Michael Lachenmayr, Kirchenmusiker an der Stadtpfarrkirche St. Stephan in Mindelheim, gestaltete die dritte Matinee am Sonntag, 5. August. Den Schlussakkord setzte Mitte August die junge Organistin Anna Scholz aus Sachsenried. Das Motto bei den Matineen lautete heuer „Junge Kirchenmusiker“. Veranstalter war der Förderverein Freunde der romanischen Basilika St. Michael. 

Die „Basilikafreunde“ hofften, dass die vier Matineen 2018 mit den jungen Interpreten einen ähnlichen Zuspruch erfahren wie letztes Jahr mit den vier Basilika-Organisten oder wie 2016 die Konzerte mit dem Motto „Frauenpower“; in diesen beiden Zyklen waren es jeweils gut 400 Besucher in der Basilika. Diese Hoffnung wurde bei mehr als 530 Besuchern mehr als erfüllt. Das romanische Bauwerk hat wie immer ein einzigartiges Ambiente für diese Musik geboten.       

Rückblick - Matinee I 

Sul Bi Yi (Andechs) eröffnete am Sonntag, 22. Juli mit  Johann Sebastian Bachs „Präludium und Fuge in G Dur“. Vom norwegischen Komponisten Edvard Grieg brachte sie die “Peer Gynt Suite Nr. 1“ mit den drei Sätzen „Morgenstimmung“, „Åses Tod“ und „Anitras Tanz“, eine Mazurka. Sul Bi Yi rundete das Programm mit der „Orgelsonata Opus 65“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy ab. 

Rückblick - Matinee II

Stefanie Scheuchl aus Pfronten und Muriel Groz musizierten in einigen Werken der zweiten Matinee teils vierhändig. Zur Aufführung gelangten von Nikolaus Bruhns das „Kleine Präludium in e-moll“, von Ludwig van Beethoven das „Adagio für die Flötenuhr“ sowie von Johann Sebastian Bach der erste Satz aus dem Konzert in a-moll. Die beiden Damen beschlossen das Konzert mit Auszügen aus dem bekannten Stück „Peter und der Wolf“ vom russischen Komponisten Sergej Prokofiev.

Rückblick - Matinee III

Michael Lachenmayr aus Mindelheim nahm am Sonntag, 5. August, am Spieltisch der 1998 erbauten und 2017 generalüberholten Link-Orgel Platz. Sein erstes Stück waren klangvolle Variationen zum „Sey gegrüßet, Jesu gütig“ von Johann Sebastian Bach. Danach spielte er von Carl Philipp Emanuel Bach die Sonate g-Moll mit drei Sätzen. Von Franz Schubert war der „Militärmarsch Nr. 1“ zu hören – in einer Bearbeitung von Michael Lachenmayr. 

Rückblick - Matinee IV

Anna Scholz setzte am Sonntag, 12. August, den Schlussakkord. Und das mit einem großen Werk: Es ist die Orgelsonate Nr. 1 d-Moll des französischen Komponisten Félix Alexandre Guilmant mit den drei Sätzen „Introduction et Allegro“, „Pastorale“ und „Final“. Von Johann Sebastian Bach spielte sie zuvor „Präludium und Fuge d-Moll“.  jj

 

Wesentliche Informationen über den Förderverein
"Freunde der Romanischen Basilika St. Michael"

Der achtköpfige Verwaltungsrat beim Förderverein mit Johannes Jais (Vorsitzender, von links), Franz Landes (Stellvertreter), Gabi Langer, Maren Rogg (Beiräte), Bärbel Deschler (Schatzmeisterin), Adelheid Heilig und Helmut Horner (Beiräte) sowie Peter Kodisch (Schriftführer). Foto: rw

Das geschichtliche Wahrzeichen von Altenstadt bei Schongau, die alpenländisch-romanische Basilika St. Michael, wurde im letzten Viertel des 12. Jahrhunderts wohl auf Veranlassung des Territorialherrn, Herzog Welf VI., im Zuge der Stadtwerdung erbaut. Sie stellt hinsichtlich ihrer Architektur und ihrer kunsthistorisch hochwertigen Innenausstattung – zum Teil aus der Bauzeit – eine Besonderheit in dem von Kirchen- und Klosterbauten reich gesegneten Pfaffenwinkel dar. Ihre auch heute noch beeindruckende Größe zeugt von der zentralen und strategischen Bedeutung der einstigen Stadt Schongau, dem heutigen Altenstadt.

Damit dieser einzigartige Sakralbau auch den nachfolgenden Generationen erhalten bleibt, wurde zur immerwährenden Unterstützung von Erhaltungs- und Restaurierungsmaßnahmen der Förderverein  „Freunde  der Romanischen Basilika St. Michael, Altenstadt e.V.“ gegründet. Er besteht seit Mai 1992. Ziel und Aufgabe des Fördervereins sind:

  • Sammeln von Finanzmitteln für Erhaltungs- und Restaurierungsmaßnahmen
  • Öffentlichkeitsarbeit für das geschichtlich und kunsthistorisch bedeutsame Baudenkmal    alpenländischer Romanik, zum Beispiel mit Info-Veranstaltungen
  • kulturelle Veranstaltungen wie z.B. Orgelmatineen, Passionssingen und andere Konzerte
  • Verkauf des Bildbandes „Basilika Altenstadt“.

Unterstützen Sie bitte den Förderverein durch Ihre Mitgliedschaft und/oder Spende!
Der Mitgliedsbeitrag beträgt 15 Euro jährlich. Mitgliedsbeiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar. Eine Beitrittserklärung und Einzugsermächtigung finden Sie nebenstehend zum Herunterladen (rechts oben).

 

Eindrücke vom Konzert des Tölzer Knabenchores

An den Stufen zur Apsis und unterm Großen Gott: die Buben und Männer vom Tölzer Knabenchor.

Einen Konzertabend, der noch lange nachhallt und bei Besuchern ein Echo der Begeisterung ausgelöst hat, gestaltete der Tölzer Knabenchor, der in der Basilika zu Altenstadt sang. Knapp 300 Besucher fanden sich dazu in der romanischen Kirche mit ihrer hellen Akustik ein. Sie alle hörten sakrale Chormusik vom Feinsten. Organisiert hatte das Konzert der Förderverein Freunde der romanischen Basilika St. Michael, Altenstadt. Er besteht seit 25 Jahren. Das Konzert mit dem Tölzer Knabenchor, der in dieser großen Besetzung mit Knaben und Männern zum ersten Mal im Schongauer Land aufgetreten ist, bildete für den Förderverein im Jubiläumsjahr 2017 mit seinen vielfältigen Aktivitäten den Höhepunkt. 

Das Publikum war beim Konzertabend mit dem Tölzer Knabenchor bunt gemischt; Altenstadter und Schongauer waren ebenso unter den Gästen wie Musikfreunde bis aus Landsberg und München.

Auf dem Programm standen Werke von Bach, Bruckner, Schubert, Mendelsohn Bartholdy und Poulenc. Ein Höhepunkt war die Motette „Singet dem Herrn ein neues Lied“, die Johann Sebastian Bach für achtstimmigen Chor und Continuo geschrieben hatte. Diese anspruchsvolle Motette von Bach wurde wie alle Stücke von dem 45-köpfigen Ensemble, das Clemens Haudum dirigierte und wozu auch die warm klingenden Männerstimmen gehörten, in berührender Weise dargeboten. Als Zugabe erklang das ergreifende „Locus iste“ von Bruckner.

Der Schlussbeifall wollte gar kein Ende nehmen. Unter den Besuchern war auch der Gründer des Knabenchores, Professor Gerhard Schmidt-Gaden (80), der die Stimmen mal in der hellen Akustik der romanischen Basilika hören wollte. Für die Basilikafreunde ist dieser Abend mit dem Tölzer Knabenchor ein Höhepunkt in der 25-jährigen Geschichte des Fördervereins. jj
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Pfarreiengemeinschaft Altenstadt

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Freunde der Romanischen Basilika St. Michael Altenstadt e.V.

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Vereinsflyer

 
Die Basilika von Südosten.
 
Mittelschiff mit der Triumphkreuzgruppe auf dem Lettnerbalken.
 
Fresko innen an der Westwand. Christopherus trägt auf dem linken Arm den Jesusknaben.
 
Die "Linkorgel", 1998 erbaut und 2017 generalüberholt.
 
Bildband
"BASILIKA ALTENSTADT"
erhältlich u.a. im Pfarramt, 08861/7315, zum reduzierten Preis von 10 Euro (seit 2016).
 


Aufwändige
Außensanierung

 
Zuerst am Nordturm ...
 
 
... und danach am Südturm.
 
Zu Pfingsten 2011 war nach vielen Jahren endlich kein Gerüst mehr an den Türmen.
 
Eine neue Baustelle hat sich aufgetan: Das Gerüst steht an der Westfassade.
 
Endlich ohne Gerüst: Die Basilika nach der Außensanierung 2013. Fotos: Rolf Wieland